Historie!

Das Gulfhaus Alte Meesterei in Manslagt ist vom Baustil ein Gulfhof oder Ostfriesenhaus, dies ist eine Bauernhausform, die im 16. und 17. Jahrhundert zuerst in den Marschen in Norddeutschland entstand. Das typische Gulfhaus besteht aus einem Vorderhaus mit dem Wohntrakt und dem angrenzenden Stall- und Scheunentrakt. Dadurch, das im hinteren Bereich das Dach weiter herabgezogen wurde, entstanden Abseiten so das der Scheunentrakt breiter ist als der Wohntrakt. Das Zentrum des Stall bzw. Scheunentraktes bildet der im Ständerbauweise errichtete "Gulf, eine Lagerfläche für Heu, Erntegut und Gerät, dem dieser Haustyp seinen Namen verdankt." Ebenso gehört zu einem Gulfhaus, dass sich über der Scheunentür ein halbrundes Metallfenster mit einer Inneneinteilung in Form einer aufgehenden Sonne befindet. Die Dacheindeckung des Gulfhauses erfolgt traditionell vollständig mit roten Ton-Dachpfannen, das Dach ist mindestens auf der Wind zugewandten Giebelseite, meistens der Scheunengiebel, manchmal auch an beiden Giebeln als Krüppelwalm ausgebildet, der auch heute noch, vielfach von einem Maljan gekrönt ist.
Das Gulfhaus Alte Meesterei ist in einem historischen Baudenkmal von Anno 1849.
Ab Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der ehemalige Gulfhof als Schule (Meesterei) genutzt. Im heutigen Garten wurde ein Gebäude errichtet, in dem ein Klassenzimmer und die Turnhalle untergebracht waren. Der Schullehrer (Meester) wohnte im ehemaligen Gulf des Bauernhauses. Der Gulfhof wurde 1986 aufwendig saniert. Es entstanden 5 Wohneinheiten, die größtenteils als Ferienwohnungen genutzt werden. 

Der Garten

Eine Oase der Entspannung